Thomas Muster als Weinbauer
Darf denn das wahr sein? Ja, warum denn nicht! Schließlich heißt es „in vino veritas“ – im Wein liegt die Wahrheit.
Das haben jedenfalls schon die alten Römer behauptet, und die waren auch im Raum Leibnitz, der Muster-Heimat, zu Hause. Aber wie fand Thomas Muster, als Tennisstar deklarierter Abstinenzler, zu dieser Einsicht?
Das hat gleich mehrere Gründe: einen Buschenschank, einen Hochkittenberg, einen Winzer und einen Bischof. Klingt seltsam, aber so spielt das Leben.
Manfred Tement (www.tement.at), einer der erfolgreichsten Winzer der Steiermark, war ein Fan von Muster und folgte ihm zu Turnieren nach Wien, Kitzbühel und St. Pölten. Tom wiederum lernte die edlen Tropfen von Manfred Tement kennen und schätzen. Als sie sich in Tements Weinkellerei endlich persönlich kennen lernten, verriet Tom dem Winzer, dass er immer schon gern den Hochkittenberg gekauft hätte. Dieser Weinberg war im Besitz der Diözese Graz-Seckau, die sich davon aber gar nicht trennen wollte.
Aber was ein „Tominator“ ist, der scheut sich auch nicht, beim Bischof persönlich vorzusprechen.
So also fanden alle zusammen: Thomas Muster, Egon Kapellari, der Hochkittenberg und schließlich noch Manfred Tement. Dieser erklärte sich bereit, die gut acht Hektar Weingarten inmitten des 30 Hektar großen Anwesens zu bewirtschaften. „Beste Lage, feinstes Terrain!“, wie der Experte rasch erkannte.

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